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Mastering Tutorial
Mastering bezeichnet den letzten Abschnitt in der langen Kette der Klangbearbeitung eines Stückes. Hierbei bekommt der Mix seinen endgültigen Schliff. (Um ganz genau zu sein, müsste man eigentlich vom 'Premastering' reden, der Begriff hat sich aber nie wirklich durchgesetzt.) Mithilfe von Equalizern, Kompressoren, Limitern und vielen anderen Effekten erhält jeder Titel eine individuelle Färbung und den nötigen Druck, um mit anderen professionellen Abmischungen mithalten zu können. Dabei können analoge Geräte sowie Software-Plugins zum Einsatz kommen. Jeder Track hat seine eigene Seele. So gesehen ist Mastering auch Kunst, da es ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Sensibilität fordert. Nicht nur in technischer, sondern grade auch in musikalischer Hinsicht.
Die ganze Geschichte des Masterings hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Eine hervorzuhebende Rolle haben dabei jedoch bestimmt einige Radiosender in den USA der 60er Jahre gespielt. In ihrem Buhlen um höhere Einschaltquoten wollten sie ihre Sendungen lauter als die der Konkurrenz klingen lassen. Technisch war dieser Prozess begrenzt und bald ausgereizt. Also musste man nach Wegen suchen, die die Musik zwar lauter erscheinen ließen, ohne dabei jedoch zu Übersteuerungen herbeizuführenen. Hierbei kamen - wie heute auch noch - vor allem Limiter zum Einsatz. Später wollten auch die Plattenfirmen einen druckvollen und präsenten Sound anbieten und haben ihrerseits die Lautheit (subjektiv empfundene Lautstärke) in den Abmischungen erhöht. Heute gibt es unzählige Studios, die sich allein auf das Mastering spezialisiert haben.
Um es vorwegzunehmen: Es gibt kein fertiges Rezept. Aufgrund der vielen verschiedenen Stilrichtungen und Präferenzen seitens der Plattenlabels und auch der Einzigartigkeit eines jeden Stückes fängt man immer bei null an. Dennoch gibt es einige Gemeinsamkeiten. Es geht immer um die Nachbearbeitung eines vorab fertiggestellten Mixes. Es wird also in der Regel eine Stereosumme gemastert. (Seperation-Mastering oder 5.1-Mehrkanalmastering wären alternative Möglichkeiten). In den meisten Fällen wird das Summensignal durch eine Auswahl (oder alle) der folgenden Geräte geschickt, wobei es unerheblich ist, ob es sich um analoge Outboard-Geräte oder um Software-Plugins handelt: Equalizer, (Multiband-)Kompressoren, Sättigungseffekte, Stereomodifikatoren, Exciter, Enhancer, Hallgeräte, Filter, Limiter, Dither. Darüberhinaus wird geprüft, ob der Mix monokompatibel ist, DC-Offset wird entfernt u.v.m. Der Phantasie und dem 'Spieltrieb' sind hierbei keine Grenzen gesetzt.
Ein fertiger Mix klingt oft sehr gut und ausgewogen, bis man eine professionelle Produktion gegenhört. Jetzt wirkt die eigene Abmischung häufig fad, dünn und leise; selbst dann, wenn sauber bis auf 0 dB ausgesteuert wurde. Das liegt daran, dass dieser Mix noch sehr viel Dynamik beinhaltet, und dass beim Abmischen vorrangig auf den Klang der einzelnen Instrumente/Spuren geachtet wurde, nicht aber so sehr auf den Gesamtklang des Stückes. Während des Mastering-Prozesses werden besonders laute Pegelspitzen 'beschnitten' und dann der Gesamtpegel eines Stückes angehoben - so wirkt es im Ganzen lauter. Außerdem werden besonders durchsetzungsfähige Frequenzen hervorgehoben und andere, störende abgesenkt. Hierbei ist es sinnvoll, jemanden mit ins Boot zu holen, der die Musik noch nicht kennt und in bezug auf den Mix noch 'frische Ohren' hat. Ziel und Sinn ist es also, den Mix druckvoller und präsenter erscheinen zu lassen, neben einer ganzen Reihe von individuellen Optimierungen, die bei jedem Stück variieren.
Vorgehensweise Diese kurze Einführung zum Thema Mastering hat beispielhaften Charakter und ist keinesfalls eine Anleitung, die immer so 1:1 umgesetzt werden kann. Zum einen müssen längst nicht immer alle erwähnten Effekte zum Einsatz kommen (genau so wie andere, nicht erwähnte hinzugefügt werden können), zum anderen ist die Reihenfolge der Effekte zwar so gewählt, wie es sinnvoll erscheint, aber es gibt beispielsweise lange Diskussionen darüber, ob erst ein Kompressor und dann ein Equalizer eingesetzt werden soll oder umgekehrt. Letztendlich hängt die Entscheidung vom Zweck, von den Wünschen und natürlich vom Ausgangsmaterial ab. Auch stilistische Aspekte spielen eine große Rolle. Das vorliegende Beispiel bezieht sich am ehesten auf die Nachbearbeitung eines Stückes aus dem Bereich Pop.
Sind Anfangs- und Endpunkte richtig geschnitten? Liegt wirklich ein Stereosignal vor? Ist die Auflösung und die Bitrate in Ordnung? An dieser Stelle sei erwähnt, dass es keinen Sinn macht, eine vorliegende mp3-Datei in eine wav-Datei umzuwandeln. Hierbei wird die Qualität nicht verbessert, es ist vielmehr so, als ob man ein schlechtes Bild mit einer guten Kamera photographiert - dadurch wird das Bild nicht besser! Macht es Sinn, die Auflösung nur während der Bearbeitung hochzusetzen? Ist das Signal ordentlich ausgesteuert? Ist ausreichend Dynamik vorhanden? In beiden Fällen sollte das Material erneut erstellt werden, damit ein sinnvolles Mastering Erfolg haben kann.
Equalizing Häufig ist die Bearbeitung mittels eines parametrischen Equalizers der erste 'Eingriff' in die klangliche Struktur eines Stückes. Da er am Anfang der Effektkette steht, sollte er möglichst subtraktiv ansetzen, d.h. er sollte in erster Linie dazu dienen, störende oder ungewollte Frequenzen zu reduzieren und nicht dazu, bestimmte Bereiche zu betonen. In vielen Fällen finden sich solche 'Störenfriede' in den tiefen Mitten, z.B. um 170, 250 oder 500 Hz. Ein hilfreicher Trick beim Suchen der genauen Frequenz ist das Invertieren des EQs. Dabei hebt man vorübergehend den Bereich, der später abgesenkt werden soll um 10-20 dB (am bestem bei sehr eng gestelltem Q-Faktor). So wird schnell deutlich wo genau es dröhnt, rumpelt oder mumpft. Nachdem die Tonhöhe bestimmt ist muss das Maß der Absenkung eruiert werden. Von kleinsten Korrekturen bis hin zu tiefen chirurgischen Schnitte ist alles denkbar. Alleine Ausprobieren und Gegenhören hilft. Auch der Q-Faktor spielt eine sehr wichtige Rolle, da z.B. ein Netzbrummen bei 50 Hz recht gut mit einem Notch (=Kerbe), also einem sehr steilflankigen aber sehr tiefen Einschnitt behoben werden kann, braucht ein allgemein etwas zu brummig ausgefallener Mix eher eine vorsichtige Korrektur über den ganzen tiefen Mittenbereich hinweg. Auch in anderen Tonlagen sind solche Korrekturen oft vonnöten. Prinzipiell können natürlich alle Bereiche betroffen sein, häufig finden sich aber unangenehme oder aufdringlich-störende Anteile um 6000-10.000 Hz. Oft handelt es sich um zischelnde Geräusche wie Hi-Hats oder S-Laute der Sänger. Eine weitere Einsatzmöglichkeit des Equalizer ist das Hochpassfilter, das alle Frequenzen unterhalb eines bestimmten Puntes kappt. Grade im Tiefbassbereich (unterhalb von 60 Hz) entstehen oft nicht oder kaum hörbare Verzerrungen, die allein durch ihre relativ hohe dynamische Energie später Schwierigkeiten beim Komprimieren bereiten können. Vorkompression Ein erstes Verdichten des Ausgangsmaterials wird gerne eingesetzt, um die klanglich charakteristischen Eigenschaften eines Kompressors auszunutzen. Es geht also eher um den 'Sound' des Gerätes als um das Verdichten selbst. So bieten sich an dieser Stelle analoge Geräte mit ihren typischen und unverwechselbaren Klang an. Da diese in ihrem Eingreifen äußerst unterschiedlich sind, spielt die Erfahrung eine sehr große Rolle, doch im allgemeinen wird man keine allzu drastischen Eingriffe vornehmen. Typische Einstellungen könnten sein: Threshhold: -10 bis -25 dB Ratio: 1:1,25 bis 1:2,5 Attack-Time: 20 bis 50 ms Release-Time: 70 bis 250 ms
Sättigungseffekte entstehen beispielsweise beim Einsatz von analogen Bändern oder Geräten mit Röhrenschaltungen im Signalweg. Sie führen - ähnlich einem Kompressor - zum Verdichten des Signals und erzeugen meist zusätzliche Obertöne durch eine beginnende Verzerrung. Allerdings sind die einzelnen Parameter nicht immer gut zu kontrollieren weshalb sich mittlerweile Hersteller darauf spezialisiert haben, Geräte zu produzieren, die eine Sättigung emulieren und dabei aber steuerbar bleiben. Es ist ein probates Mittel, um mehr Druck zu erzeugen und den Mix kompakter wirken zu lassen. Je stärker man jedoch in die Sättigung fährt, desto weiter entfernt man sich durch die zunehmende Verzerrung auch vom perfekten Hi-Fi-Signal. Auf der anderen Seite kann man einem Mix so u.U. einen ganz eigenen Charakter verleihen.
Loudness-Kurven können mittels Equalizern, aber auch mit anderen - dynamisch arbeitenden - Geräten erzeugt werden. Es geht immer darum, die Frequenzpole (Höhen und Tiefen) zu betonen und bestimmte Mittenbereiche abzusenken. Ein Equalizer hat den Nachteil, dass er meistens statisch arbeitet, d.h. eine vorgenommene Einstellung gilt für alle auftretenden Situationen. Manchmal ist es jedoch sinnvoll wenn Mitten nur an lauteren Stellen abgesenkt werden, an leiseren aber unangetastet bleiben. Dies kann mithilfe eines dynamischen EQs oder anderer psychoakustischer Geräte geschehen. Im allgemeinen wird das Erzeugen einer Loudness-Kurve recht bald als Verbesserung empfunden, es ist aber Vorsicht geboten, da man schnell zu Übertreibungen neigt und dann bestimmte Anteile untergehen, die dem Stück Kraft, Druck oder seinen bestimmten Charakter verleihen. Ein maßvolles Einsetzen dieses Effektes ist daher unbedingt zu empfehlen, zumal er sich mit den noch folgenden potenzieren kann.
Diese so genannten psychoakustischen Geräte fügen dem vorliegenden Signal zusätzliche Obertöne hinzu und erreichen auf diese Art mehr Prägnanz, Klarheit oder Brillianz. Gut geeignet sind sie daher bei der Restauration alter Aufnahmen. Im Masteringbereich sollten sie mit großer Umsicht eingesetzt werden, da man schnell 'süchtig' nach immer mehr Effekt wird und dabei die Ohren überstrapaziert. Was dann beim ersten Eindruck eine Bereicherung zu sein scheint, entpuppt sich oft als überflüssige Kosmetik, die zu rascher Ermüdung beim Hörer führt.
Dieser Effekt findet sich eigentlich vor allem bei der Stimmbearbeitung und sorgt dafür, dass die durch die Kompression unnatürlich stark betonten S- und Zischlaute etwas gezügelt werden. Es handelt sich um eine Sonderform der Kompression, die aber nur auf ausgewählte Frequenzbereiche abzielt. Bei der Summenbearbeitung kann man auf diese Art entweder auch die Stimme(n) nachträglich bearbeiten, oder aber andere, zischelnde Geräusche (Hi-Hat, Shaker ...) etwas weniger aufdringlich gestalten. Allerdings wird natürlich durch die fehlende Zugriffsmöglichkeit auf die Einzelspuren das gesamte Signal beeinflusst, und es kommt eventuell zu Höhenverlusten!
Um dem Mix eine besondere Atmosphäre zu verleihen, kann es hilfreich sein etwas Hall hinzuzufügen. Es geht hierbei weniger um die Simulation eines Raumes, als um ein bestimmtes Flair oder eine Stimmung. Daher sind so genannte Ambience-Programme, die sehr kleine Räume emulieren aufgrund der kurzen Hallfahne gut geeignet. Aber auch ein Konzertsaal oder andere Räume können interessante Ergebnisse liefern. Wichtig ist, den Bassbereich von den Halleinstellungen auszunehmen, da hier besonders oft Phasenverschiebungen auftreten können und die tiefen Frequenzen für den Höreindruck beim Hall psychologisch eine geringere Bedeutung haben. Der Wet-Dry-Mix sollte nach dem Prinzip 'So viel wie nötig aber so wenig wie möglich' erfolgen.
Effekte, die das Stereobild beeinflussen - auch spatial effects genannt - verbreitern die subjektiv empfundene Raumanordnung in einem Mix. So wirkt es bisweilen, als ob auch seitlich außerhalb der Lautsprecher noch Instrumente oder Reflexionen zu hören seien. Erreicht wird dies mittels Laufzeitunterschieden im Höhenbereich, die von unserem Gehör als weiter entfernt interpretiert werden. Oft ist nur ein einziger Regler vorhanden, der aber bei einem ausgeklügelten Algorithmus auch ausreichend ist. Vorsicht ist auch hier beim Maß angesagt, denn zu extreme Einstellungen führen oft zu Phasing-Effekten, die bestimmte Frequenzbereiche sehr dünn und fadig klingen lassen und zudem die Monokompatibilität beeinträchtigen.
Der vermutlich wichtigste Effekt im Mastering-Bereich ist der Multibandkompressor. Sein Prinzip basiert darauf, dass man das Ausgangssignal zunächst in drei bis fünf Frequenzbereiche aufsplittet und dann jeden einzelnen davon getrennt komprimiert. Sinnvoll ist das, da bei einem einbandigen Kompressor besonders laute Ausschläge im Bassbereich dazu führen, dass der Kompressor sehr stark anspricht und das Signal mit allen Frequenzen verdichtet was zu einem kurzen "Wegtauchen" ("Pumpen") der Höhen führt. Bei mehreren Bändern kann also stärker komprimiert werden, ohne dass die verschiedenen Bereiche sich gegenseitig beeinflussen. Dadurch erhöht sich die Lautheit (subjektiv empfundene Lautstärke) eines Songs deutlich. Eine mittlere Einstellung könnte folgendermaßen aussehen: Attack-Time: 10 bis 25 ms Release-Time: 50 bis 200 ms Ratio 1:2,5 bis 1:4 oder mehr Threshhold: -15 dB Bei der Attack-Time sei erwähnt, dass eine Zeit von 30 bis 50 ms zwar wünschenswert ist (da ein ordentlicher Bass-Punch dann noch mit einem Zyklus durchgeht, bevor der Kompressor anspricht), oft aber zu Übersteuerungen und damit zu Verzerrungen führt, grade wenn der Multibandkompressor über ein Auto-Makeup verfügt, welches das Gesamtsignal nach der Kompression automatisch anhebt, um immer möglichst nah am 0-dB-Punkt zu bleiben. (Wenn kein Auto-Makeup zur Verfügung steht, muss der Pegel manuell angehoben werden - eventuell für jedes Frequenzband einzeln) Abhängig von der Anzahl der Bänder müssen die Frequenzübergänge sorgfältig gewählt werden. Bei drei Bändern ergibt sich oft eine Einteilung in Bässe, Mitten und Höhen. Diese Frequenzübergänge stellen die Schwachstellen des Multibandkompressors dar, da die eingesetzten steilflankigen Entzerrer oft nicht ganz sauber arbeiten. Man sollte den Übergang also niemals genau auf eine wichtige Frequenz im Song legen (z.B. nicht auf 125 Hz, wenn dort die Basstrommel ihre Hauptfrequenz hat), sondern eher in einen etwas „unwichtigeren“ Bereich. Insgesamt ist zu beachten, dass sich durch das unabhängige Kompressionsverhalten in jedem Band das Gesamtbild eines Songs stark verändern kann. So kann es passieren, dass eine Stimme, die zuvor gut im Mix integriert war plötzlich unangenehm vordergründig wirkt oder ähnliches. Hier müssen Änderungen der Einstellungen des Multibandkompressors oder sogar Änderungen im eigentlichen Mix Abhilfe leisten. Oft lässt sich auch der Eingangspegel für jedes Band individuell einstellen, um so klangliche Anpassungen vorzunehmen.
An besonders leisen Stellen eines Stückes, kann es passieren, das ein sonst verstecktes (weil übertöntes) Rauschen plötzlich unangenehm auffällt. Grade nach dem Einsatz eines Multibandkompressors wird dies deutlich, da ja nach dem Komprimieren der Gesamtpegel - und mit ihm das Rauschen - angehoben wurde. Ein Expander regelt leise Stellen ab einem bestimmten Schwellenwert (Threshhold) mit einer einstellbaren Steilheit (Ratio) nach unten, macht sie also noch leiser, als sie ohnehin schon sind. Dadurch wird auch das Rauschen reduziert und fällt weniger auf.
Am Ende der Klangbearbeitung steht beim Mastern der Limiter, der nichts anderes darstellt als einen Kompressor mit einer sehr hohen, fest eingestellten Ratio (mind. 1:10). Auch hier gibt es Geräte mit mehreren Bändern, ähnlich wie beim Multibandkompressor. Ziel des Limiting ist es, das Signal nochmals zu verdichten (Maximizing) und außerdem dafür zu sorgen, dass die 0 dB-Marke niemals überschritten wird. Da auch beim Limiter eine Attack-Time eine kurze Verzögerung bis zum Ansprechen des Effektes vorgibt, ist es ratsam den Ausgangspegel des Signals auf -0,01 bis -0,1 dB (anstatt genau auf 0 dB) zu legen, um ganz sicher keine Verzerrungen aufkommen zu lassen. Die Einstellungen bewegen sich ungefähr im Bereich von: 30 µs bis 1 ms für die Attack-Time / 50 bis 200 ms für die Release-Time / -0 bis -5 dB für den Threshhold.
Soft Clipper werden oft im Zusammenhang mit Limitern eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass ein Limiter nicht ganz hart und plötzlich einsetzt, sondern Pegelspitzen schon vorher etwas 'abrundet'. Da eine Schwingung bei diesem Eingriff aber in ihrer Struktur verändert wird, entstehen zusätzliche Obertöne, die durchaus erwünscht sind, da sie ein Stück oft etwas weicher und harmonischer klingen lassen.
Bei einer digitalen Signalbearbeitung sorgt der Dither dafür, dass beim Umrechnen in eine andere Bitrate keine Quantisierungsfehler entstehen. Hierbei wird dem Originalsignal ein kaum hörbares Rauschen hinzugefügt, das Quantisierungsfehler kaschiert, so dass unschöne Verzerrungen nicht mehr gehört werden. Wichtig ist, dass die Bitrate immer entsprechend dem gewünschten Endprodukt eingestellt wird. Bei einer Audio-CD-Produktion also auf 16 bit. Wurde die ganze Zeit in 16 bit gearbeitet oder liegt ein analoges Signal vor, ist kein Dithering notwendig. Dieser Effekt hat kaum hörbare Auswirkungen.
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